Besuch in der Freien Grundschule „Schkola“ in Hartau
Nachdem am Vormittag der Fachdienst Beschäftigung und Arbeit in Zittau besucht wurde, teilten sich die Mitglieder des Arbeitskreises I „Soziales und Gleichstellung“ der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag sowie die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE im Kreistag Görlitz in 2 Gruppen auf.
Eine Gruppe besuchte den Verein „Frauen helfen Frauen“, die andere Gruppe die Freie Grundschule „Schkola“ im Zittauer Ortsteil Hartau.
Frau Ute Wunderlich (pädagogische Leiterein) und Christian Zimmer (kaufmännischer Leiter) der Einrichtung begrüßten die Besucher freudig mit einem gesunden Mittagsbuffet. Erklärt wurde, dass es seit Januar 2010 ein gesundes vegetarisches Frühstücksbuffet gibt. SchülerInnen und eine extra dafür angestellte Fachfrau bereiten dieses täglich vor.
Dabei wird vor allem Wert auf regionale, biologische und vollwertige Produkte gelegt. Da gute Erfahrungen damit gesammelt wurden, wird ab dem neuen Schuljahr auch das Mittagessen selbst zubereitet. Damit sollen auch die anderen Enrichtungen im Schkola Verbund versorgt werden.
Nachdem sich einander vorgestellt wurde, erläuterte Ute Wunderlich den Werdegang der Freien Grundschule. Im lockeren Gespräch wurde unterschiedliche Aspekte der Schulpolitik angesprochen und die Möglichkeit für Fragen rege genutzt. Die pädagogische Leiterin der Einrichtung zeigte die unterschiedlichen Schwerpunkte der Schulen im Verbund auf. Ebenfalls wurde deutlich erklärt, dass die Freie Grundschule „Schkola“ für alle offen steht und ein Besuch nicht am Geldbeutel der Familien scheitert. Im Gegensatz zu sogenannten Privatschulen strebt die „Schkola“ nicht nach Gewinnmaximierung, sondern überzeugt durch ihr reformpädagogisches Konzept, dass jahrgangs- und länderübergreifenden Unterricht ebenso beinhaltet wie die Integration von geistig behinderten Kindern.
Jens Thöricht, Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE im Kreistag Görlitz, erklärt nach dem Besuch:
Durch das Konzept wird Kindern die Möglichkeit gegeben, unterschiedliche Vorurteile abzubauen, seien es Vorurteile gegenüber Menschen mit Beeinträchtigungen oder unseren Nachbarn in der polnischen und tschechischen Republik.