Antrag zur Erhöhung der Mittel Präventive Jugendarbeit
Inhalt:
Görlitz für 2018 in den Produkten der präventiven Jugendarbeit um 250.000 Euro / Jahr zu erhöhen.
Deckungsvorschlag:
100 Tsd. Euro – Mittel der Sonstigen Leistungen der Kinder‑, Jugend- und Familienhilfe
100 Tsd. Euro – Erhöhung der HHP „Einnahmen aus Mahngebühren“
50 Tsd. Euro – Einsparung im Bereich allgemeine Verwaltung
Begründung:
Die Sozialstruktur des Landkreises Görlitz ist gekennzeichnet von einer hohen Erwerbslosen- und Sozialhilfequote, darunter einer wachsenden Anzahl von Alleinerziehenden mit Hilfebedarf. Im Landesvergleich führt dies zu überdurchschnittlich hohen Belastungen im Sozialhaushalt.
Obwohl der Landkreis Görlitz zu den Kreisen in Sachsen mit dem niedrigsten Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung zählt, steigen in der Jugendhilfe die absoluten Fallzahlen an bei gleichzeitig starker Zunahme der erforderlichen Hilfeintensität pro Fall.
Insbesondere in den kostenintensiven Leistungsbereichen der Jugendhilfe bei stationären und teilstationären Hilfen zur Erziehung ist ein stetiger Kostenaufwuchs festzustellen.
Dieser Entwicklung muss der Landkreis gezielt entgegenwirken, in dem die individualisierten, hoch professionellen Hilfen ausreichend flankiert werden durch niederschwellige, präventive Angebote im Bereich der Jugendarbeit. Das Ziel muss es sein, dauerhaft einem vordergründig defizitorientiertem Ansatz in der Jugendhilfe Angebote gegenüber zu stellen, welche die Kompetenzen der Kinder, Jugendlichen sowie deren Erziehungsberechtigten stärken und so darüber langfristig zur Eindämmung der individuellen Hilfen zur Erziehung beitragen können.
Ergebnis:
Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.